Dunst ist ein Mahlprodukt des Getreidekornes, das etwas gröber als Mehl ist. In Süddeutschland kennt man es auch unter dem Begriff doppelgriffiges Mehl. Für den kernigen Eindruck des reinen Weizenbrotes kommt zusätzlich noch grobes Weizenschrot hinzu. Als Kochstück verleiht es dem Brot eine ausgezeichnete Saftigkeit. Neben einen Vorteig sorgt noch etwas versäuerter Dunst für eine sehr leicht säuerliche geschmackliche Abrundung des herrlich röschen Weizen-Dunst-Laibes.
Krosse und vollmundige Brötchen Brötchen mit Übernachtgareteig
Das französische Spitzenmehl T65 mit dem Prädikat "Label Rouge" der Mühle Grand Moulin de Paris vereint mit langer Teigführung ergibt diese wunderbar lockeren und krossen Brötchen mit dem unverwechselbaren vollmundigen Geschmack: Petite croute - Französische Krüstchen.
Dieses Mehl ist eines meiner absoluten Lieblingsmehle. Nur wenige Weizenmehle weisen ein derartiges volles und harmonisches Aromenspektrum auf. Nicht umsonst nennt die Mühle es auch "Platine". Dieses Rezept läßt sich selbstverständlich auch mit einem klassischen deutschen Weizenmehl der Type 550 herstellen. Auch diese Brötchen sind aufgrund der langen Ruhezeit des Teiges lecker. Werden jedoch nicht an diejenigen des Prädikatmehles heranreichen können.
Zwetschgendatschi - Der Klassiker unter den Blechkuchen als Hefeteig in einer Variante mit dem urigen Getreide Khorasan, auch Kamut genannt
An und für sich arbeite ich auch bei Hefeteigen für Blechkuchen sehr gern mit lang geruhten Teigen, gern auch über Nacht. Diesmal sollte es allerdings spontaner zugehen. Wir hatten am Vormittag beschlossen, dass es am Nachmittag frischen Zwetschenkuchen geben soll. Als Mehl habe ich Vollkorn-Khorasan in einer sehr feinen und nussig-intensiven Variante verwendet. Besonders gern mögen wir den Khorasan-Zwetschenkuchen dicht mit Zwetschen belegt und mit Butter-Streuseln. Ein Kuchen wie bei Oma. Gegen ein zu schnelles Durchweichen des Bodens findet sich in der Zutatenauflistung ein kleiner "Trick". Lest selbst.
Diese Vollkornbrötchen mit Übernachtgareteig bestehen zu 100 % aus Weizenvollkornmehl und erfordern nicht viel Arbeit. Der Teig wird ohne vorherige Vorstufen bereitet und bis zum nächsten Tag in der Kühlung gelagert. Auch auf die „letzte“ Stunde kommt es hierbei nicht an.Das Ergebnis sind gutgelockerte Brötchen mit vollkorntypischem herzhaften Geschmack.
Der Klassiker "Weißbrot" in einer italienischen Variante aus originalem Weizenmehl und einem landestypischen Vorteig, dem Biga.
Der fest geführte Vorteig, der sogenannte Biga, ist charakteristisch für dieses Weizenbrot. So kommen hier bereits 45 % des gesamtes Mehles zum Einsatz. Hierdurch, sowie durch das original italienische Weizenmehl der Tipo 00, wird eine sehr zarte, elastische und etwas unruhig geporte Krume erreicht, deren Geschmack sehr vielfältig und abgerundet ist. Das originale Weizenmehl der Tipo 00 beziehe ich von bongu.
Brot - Rezept: Backen OHNE Hefe: Gerster-Kastenbrot
Die letzten Wochen seit dem Wiederstart meiner Backkurse standen ganz im Zeichen der Organisation. Zahlreichen angemeldeten Teilnehmern der zwangsläufig abgesagten Kurse wurden Alternativen angeboten, weitere Zusatztermine konnten angeboten werden, die Organisation der Backkurse an sich mußte angepaßt werden. Um nur einiges zu nennen. Somit freut es mich sehr, heute die Zeit zu finden mal wieder ein Rezept zu veröffentlichen. Auch wenn Backhefe mittlerweile wieder besser zu bekommen ist, kann es nicht schaden ein weiteres sehr schönes Brotrezept für das Backen ohne Hefe zu haben. Wer weiß, was da noch kommen mag...
Ein Brot, dass ich immer wieder gern backe und esse ist das Gerster-Kastenbrot. Ein typisches Mischbrot aus der Region um Hannover. Durch das Gerstern, dem Abflämmen des gegärten Teiglinges mit offener Flamme unmittelbar vor dem Backen, erhält das Brot sein charakteristisches Aussehen mit der typischen "Maserung".
In dieser Version wird das Kastenbrot ohne Hefezusatz gebacken. Die Lockerung erfolgt durch den Sauerteig in ordentlicher Menge. Hierdurch werden zudem Geschmack und Saftigkeit positiv beeinflußt.
Brot - Rezept: Backen OHNE Hefe: Weizenmischbrot mit Roggen-Sauerteig
Das hefelose Brotbacken geht weiter. Aus gegebenem Anlaß - leider. Dafür heute mit einem tollen und lockeren Weizenmischbrot mit kräftigem Roggenanteil. Der komplette Roggen wird hierfür versäuert. Durch die Zugabe eines Teiles Vollkornmehles für den Sauerteig, wird dieser kräftig und beeinflußt dementsprechend das eher mildere Weizenmischbrot. Etwas Malz sorgt zudem noch für einen volleren und abgerundeteren Geschmack. Neben dem tollen Geschmack punktet das Brot mit einer zart-elastischen Krume und guten Frischhaltung. Zum Nachbacken empfohlen.
Brot - Rezept: Backen OHNE Hefe: Mildes Kasten-Graubrot (helles Roggenmischbrot)
Noch immer ist Hefe in den Märkten meines Wohnortes schwierig bis gar nicht zu bekommen. Zum Brotbacken ist sie dabei auch gar nicht zwingend erforderlich, wie meine in den letzten Wochen veröffentlichten Rezepte belegen. Auch heute und in nächster Zeit möchte ich Euch Möglichkeiten für gutes, naturbelassenes Brot mit an die Hand geben Euer Brot zu backen.
Heute habe ich ein mildes und gut gelockertes Graubrot. Gelockert einzig durch Sauerteig. Dieses milde und doch aromareiche, helle Roggenmischbrot aus 55 % Roggen- und 45 % Weizenmehl behält über 5-6 Tage seine Frischhaltung. Durch das zusätzliche einfache Aufarbeiten zum Kastenbrot ist dieses Brot auch für Brotbackstarter gut geeignet nachgebacken zu werden.
Brot - Rezept: Backen OHNE Hefe: Paderborner Landbrot
Das "Paderborner" ist in der gesamten Paderborner Region das Graubrot schlechthin. Es handelt sich um ein im Kasten gebackenes Roggenmischbrot, d.h., dass dies Brot vom Roggen dominiert wird und dementsprechend herzhafz-würzig ist. Dieser Geschmack wird im vorliegenden Rezept noch durch einen ordentlichen Anteil an fruchtig-würzigem Sauerteig betont. Zusätzlich kommt für die Frischhaltung noch ein "Mehlpudding", also ein Mehlkochstück hinzu. Die Herstellung ist recht einfach.
Brot - Rezept: Backen OHNE Hefe: Zarter Westfalen-Kastenlaib (Roggenmischbrot)
Ein westfälisch herzhaftes Roggenmischbrot bei zarter Krume und Kruste. Ein Brot der Kontraste, die sich auch im Namen widerspiegeln. Ohne Hefe und im Kasten gebacken eignet es sich auch sehr gut für Einsteiger in unserer momentanen Zeit, in der Hefe schwer zu bekommen ist.