REZEPT-Vorschlag für das Brot des Jahres 2026: Champagner-Roggen-Kruste

Reines Roggenbrot zu 100 % aus der Sorte Champagnerroggen

Einmal jährlich wird im Rahmen der "Internationalen Grünen Woche", der Messe für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin, vom Deutschen Brotinstitut das Brot des Jahres benannt. Es handelt sich zumeist um eine traditionelle Brotsorte, die hierdurch vermehrt in den Blick gerückt wird, um auf die Vielfalt der Deutschen Brotkultur aufmerksam zu machen. In 2026 ist es das "Roggenbrot".

Im vorliegenden Rezept der BrotBackKunst wird es etwas spezieller. Erbacken wird das reine Roggenbrot aus der seit rund hundert Jahren bekannten, heute vielfach vergessenen Roggensorte "Champagnerroggen".

Der Champagnerroggen ist grundsätzlich milder im Geschmack als unsere heutigen Standardroggensorten. Das Aromenspektrum ist dafür um so reichhaltiger und komplexer. Zudem wurde er züchterisch nicht so stark bearbeitet, wie moderne Roggensorten. Hierdurch weist er eine gute Enzymatik auf. Diese wiederum ist Voraussetzung für eine gute Lockerung, eine rösche Kruste mit angenehmer Krustenfarbe sowie den vollmundigen Geschmack des Brotes bei guter Frischhaltung.


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Champagnerroggen-Laib

Champagnerroggen - Die Roggensorte, mit der meine Oma noch buk

Ein reines Roggenbrot, mild und doch typisch im Geschmack. Bis in die 1960-er Jahre war die Sorte großflächig im Anbau vertreten. Heute ist sie, dank Gendatenbanken, wiederentdeckt und erfährt eine kleine Renaissance. Das begrüße ich sehr. Ist der Champagnerroggen doch züchterisch noch nicht derart behandelt, dass das daraus hergestellte Mehl enzymschwach und damit in Richtung trockenbacken geht. Es enthält mehr „Leben“ im Vergleich zu den heutigen Roggensorten und stellt die Basis für ursprüngliche Roggenbrote dar, wie diesen Champagnerroggen-Laib.
Dementsprechend lang ist die Frischhaltung des Brotes. Nach gut einer Woche war es verzehrt und dabei noch immer saftig...


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